22/4/2026

Um ein effektives lokales Netzwerk zur Tuberkulose-Fallbegleitung aufzubauen, ist eine enge Verzahnung verschiedener  Akteure unerlässlich. Den Kern bilden dabei medizinische Einrichtungen wie die Gesundheitsämter – insbesondere der Tuberkulose-Fürsorgedienst –, niedergelassene Lungenfachärzt*innen oder ASV-Ambulanzen,  spezialisierte Kliniken und ambulante Pflegedienste.   Diese werden durch Expert*innen aus der sozialen Arbeit ergänzt, etwa aus der Migrationsberatung, der Obdachlosenhilfe oder allgemeinen Sozialberatungsstellen.  Zum erweiterten Netzwerk gehören auch Behörden (Ausländerbehörde, Sozialämter), mit denen bei unklarer Finanzierung der Therapiekosten und bei aufenthaltsrechtlichen Fragen Lösungen gefunden werden müssen.  

Ideal ist es, wenn eine Person  “Case Manager”, zum Beispiel ein Sozialarbeiter*in aus dem Gesundheitsamt, sich für eine betroffene Person zuständig fühlt, ein Vertrauensverhältnis zu ihr aufbauen kann und die Kommunikation innerhalb des Netzwerkes aufrechterhält.