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Was ist
Tuberkulose?
Hier finden Sie Informationen über
die Infektionskrankheit Tuberkulose.

Häufig gestellte Fragen zur Tuberkulose. (FAQs)

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DIAGNOSE

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DAS GESUNDHEITSAMT

Diagnose

Warum muss ein an Tuberkulose Erkrankter isoliert werden?

Solange eine Tuberkulose ansteckend ist, gelten besondere Regeln, um andere Menschen vor eine Ansteckung mit Tuberkulose zu schützen. In den meisten Fällen wird die Behandlung ansteckender Tuberkuloseerkrankungen im Krankenhaus begonnen. Dort werden die Betroffenen in einem Zimmer getrennt von anderen– also isoliert – untergebracht, bis die Tuberkulose nicht mehr ansteckend ist. Dies ist oft schon nach wenigen Wochen einer wirksamen Behandlung der Fall. Wenn eine Tuberkulose noch ansteckend ist, müssen alle Besucher einen Mund-Nasenschutz anlegen, solange Sie sich im Zimmer der Betroffenen aufhalten. So kann eine Ansteckung verhindert werden. Die Betroffenen sollten dann auch einen Mund-Nasenschutz anlegen, um beim Husten weniger Erreger in die Umgebung freizusetzen. Die Betroffenen können ihr Zimmer verlassen, auch wenn sie noch ansteckend sind, um zum Beispiel zu einer Untersuchung zu gehen. Dann müssen Sie allerdings in jedem Fall einen Mund-Nasenschutz tragen, solange sie ansteckend sind. Damit der Mund-Nasenschutz eine Weiterverbreitung der Tuberkulose verhindern kann, muss er richtig angelegt werden. Die Atemluft darf dabei nicht an der Maske vorbeiströmen. Ein Arzt oder das Pflegepersonal kann die richtige Handhabung erklären und beim Anlegen des Mund-Nasenschutzes behilflich sein.

Letzte Bearbeitung April 2018.

Warum muss ich geröntgt werden?

Tuberkulose betrifft in den meisten Fällen die Lunge. Mit dem Röntgenbild kann festgestellt werden, ob eine Lunge von Tuberkulose befallen sind. Durch das Röntgenbild können Schäden in der Lunge sichtbar gemacht werden, typischerweise werden dann entzündliche Gebiete (Infitrate) oder kleine Hohlräume (Kavernen) gesehen. Eine Tuberkulose kann sich in der Lunge aber auch untypisch zeigen. Außerdem haben Veränderungen an der Lunge in Deutschland häufiger andere Ursachen als Tuberkulose. Daher muss das Röntgenbild immer von Spezialisten beurteilt werden. In manchen Fällen sind nach der Beurteilung noch andere Untersuchungen (zum Beispiel Computertomografie, Bronchoskopie oder Sonografie) notwendig, um sicher zu sein, ob es sich um eine Tuberkulose handelt. Zeitgleich erfolgt eine Untersuchung des Auswurfes auf Tuberkulosebakterien.
Im Laufe der Behandlung wird die Röntgenuntersuchung in gewissen Abständen wiederholt, um Verbesserungen oder Verschlechterungen der Erkrankung rechtzeitig zu erkennen. Zum Röntgen der Lunge wird man vor einen Röntgenschirm gestellt und muss nach einer tiefen Einatmung kurze Zeit die Luft anhalten. Das Bild gelingt am besten, wenn die Lunge vollständig mit Luft gefüllt ist. Beim Röntgen des Thorax mit einem modernen Röntgengerät entsteht nur sehr wenig schädliche Strahlung.

Letzte Bearbeitung April 2018.

Was untersucht das Labor in meinem Auswurf?

Wenn der Verdacht besteht, dass jemand eine Tuberkulose hat, muss der ausgehustete Auswurf untersucht werden. Der Auswurf muss aus den tieferen Abschnitten der Lunge hochgehustet werden, Speichel aus dem Mundraum kann zu diesem Zweck nicht untersucht werden. Der Auswurf wird in einem medizinischen Gefäß gesammelt und muss möglichst schnell ins Labor geschickt werden. Eine Probe vom Vortag kann das Labor nicht mehr verwerten. Wenn man spontan keinen Auswurf abgegeben kann, ist es in einigen Fällen sinnvoll, mit Kochsalzlösung zu inhalieren. Dies hilft oft, den Schleim in der Lunge zu lösen, so dass dieser ausgehustet werden kann.
Sind ausreichend viele Tuberkulosebakterien im Auswurf, können diese durch eine spezielle Färbung unter dem Mikroskop sichtbar gemacht werden. Mithilfe einer einfachen molekulargenetischen Untersuchung kann das Labor nach kurzer Zeit feststellen, ob es sich um Tuberkulose oder um andere nicht ansteckende Bakterien – sogenannte nichttuberkulöse Mykobakterien – handelt. Wenn Tuberkulosebakterien unter dem Mikroskop zu sehen sind, handelt es sich um eine ansteckende Erkrankung. Um weitere Eigenschaften der Bakterien zu bestimmen, werden sie im Labor angezüchtet und bestimmten Tests unterzogen. Diese sogenannte Bakterienkultur kann auch kleinste Mengen von Tuberkulosebakterien nachweisen. Die Kultur kann aber einige Wochen dauern, da Tuberkulosebakterien sehr langsam wachsen. Um eine Tuberkulosetherapie möglichst schnell beginnen zu können, reichen die Ergebnisse der mikroskopischen und der genetischen Untersuchungen in der Regel aus. Der Auswurf wird während der Therapie in regelmäßigen Abständen untersucht, um den Erfolg der Therapie zu kontrollieren. Sollte das Labor keine Bakterien mehr im Auswurf nachweisen können, ist die Erkrankung in der Regel nicht mehr ansteckend. Letztendlich muss aber der behandelnde Arzt entscheiden, ob eine Tuberkulose noch ansteckend sein kann.

Letzte Bearbeitung April 2018.

Was ist eine Computertomografie (CT) oder Schichtröntgen?

In einigen Fällen ist eine Computertomografie (kurz: CT) notwendig, um Veränderungen an der Lunge oder anderen Teilen des Körpers genauer einzuschätzen zu können. Hierzu muss man sich für wenige Minuten in eine offene Apparatur legen, damit eine Serie von Röntgenaufnahmen gemacht werden kann. Wichtig ist es, bei der Untersuchung ruhig zu liegen und die Luft anzuhalten, wenn man dazu aufgefordert wird. Manchmal wird ein sogenanntes Kontrastmittel in die Blutbahn gespritzt, um die Qualität der Aufnahme zu verbessern. Man muss dann aktuelle Blutwerte für die Nieren- und Schilddrüsenfunktion mitbringen. Nur wenn beide Organe ausreichend funktionieren, kann das Kontrastmittel gut vertragen werden. Die Computertomografie gibt sehr genaue Informationen über Veränderungen der Lunge oder von anderen Organen. Hierdurch können auch Veränderungen festgestellt werden, die im Röntgenbild nicht sichtbar sind. Da die Strahlenbelastung durch ein CT etwas höher ist, wird in der Regel zunächst ein Röntgenbild gemacht. Danach kann entschieden werden, ob zusätzlich ein CT notwendig ist. In manchen Fällen ist es ausreichend, CT-Aufnahmen mit einer erniedrigten Strahlendosis (englisch: low dose CT) zu machen.

Letzte Bearbeitung April 2018.

Warum wird eine Lungenspiegelung (Bronchoskopie) durchgeführt?

Wenn durch die Untersuchung des Auswurfs nicht sicher festgestellt werden kann, ob es sich um eine Tuberkulose handelt, ist in einigen Fällen eine Lungenspiegelung (medizinisch Bronchoskopie) notwendig. Durch diese können Atemwegsschleim, -flüssigkeit und kleine Gewebeproben aus den tiefen Atemwegen entnommen werden. Die Proben werden nach der Untersuchung im Labor untersucht. Während der Bronchoskopie erhält man Medikamente, so dass man die Untersuchung verschläft. Nach der Bronchoskopie können beispielsweise Halsschmerzen, vorübergehende Heiserkeit, Husten mit kleinen Mengen von Blut, Nasenbluten oder Fieber auftreten. Eine Bronchoskopie wird im Krankenhaus stationär oder ambulant durchgeführt. Die behandelnden Ärzte müssen entscheiden, ob eine ambulante Untersuchung in Frage kommt und der untersuchende Arzt entscheidet, wie lange man nach der Untersuchung überwacht werden muss.

Letzte Bearbeitung April 2018.

Warum wird bei Menschen mit Tuberkulose ein HIV-Test empfohlen?

Nicht jeder Tuberkulosepatient hat eine HIV-Erkrankung. Aber HIV-Infizierte erkranken sehr viel leichter an Tuberkulose, da ihr Immunsystem geschwächt ist. Deshalb empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bei jedem Patienten mit Tuberkulose einen HIV-Test oder AIDS-Test machen zu lassen. Eine HIV-Infektion ist heute gut behandelbar und die HIV-Medikamente sind in der Regel gut verträglich. Diese so genannte antiretrovirale Therapie (ART) ist in der Lage den HI-Virus soweit zurückzudrängen, dass er im Blut nicht mehr nachweisbar ist. Durch die ART verbessert sich in den meisten Fällen auch die Funktion des Immunsystems. Daher unterstützt die HIV-Behandlung die Tuberkulosetherapie. Deshalb ist es für Menschen mit Tuberkulose besonders wichtig, zu wissen ob man HIV-infiziert ist und in dem Fall auch die Infektion zu behandeln. Man geht heute davon aus, dass eine behandelte HIV-Infektion weder die Lebensqualität noch die Länge des Lebens negativ beeinflussen muss.

Letzte Bearbeitung April 2018.

Was ist eine (medikamenten-) sensible Tuberkulose?

Wenn jemand eine Tuberkulose hat, sollten die Tuberkulosebakterien im Labor untersucht werden. Ergeben die Untersuchungen, dass die Medikamente gegen die Tuberkulosebakterien wirksam sind, dann ist der Erreger diesen Medikamenten gegenüber empfindlich oder sensibel. Getestet werden zunächst die vier Medikamente, die standardmäßig zur Therapie verwendet werden (Standardtherapie: Isoniazid, Rifampicin, Pyrazinamid und Ethambutol). Ist ein Erreger gegenüber einem Medikament nicht empfindlich, dann ist dieses Medikament nicht wirksam und der Erreger hat eine sogenannte Resistenz. Die Laboruntersuchungen werden Empfindlichkeitsprüfung oder Resistenztestung genannt und sind wichtig, um möglichst schnell die richtige Therapie zu finden. Bei Resistenzen ist die Therapie der Tuberkulose schwieriger, da die am besten wirksame Standardtherapie nicht eingesetzt werden kann. Durch neue genetische Methoden der Resistenztestung sind die Ergebnisse der Untersuchungen oft schon nach wenigen Tagen verfügbar.

Letzte Bearbeitung April 2018.

Was ist eine (medikamenten-) resistente Tuberkulose?

Von einer resistenten Tuberkulose spricht man, wenn nicht mehr alle Medikamente gegen die Tuberkulosebakterien wirksam sind. Wenn jemand eine Tuberkulose hat, sollten die Tuberkulosebakterien im Labor untersucht werden. Ergeben die Untersuchungen, dass ein Medikament gegen die Tuberkulosebakterien nicht wirksam ist, dann ist der Erreger diesem Medikamenten gegenüber nicht empfindlich oder resistent. Getestet werden zunächst die vier Medikamente, die standardmäßig zur Therapie verwendet werden (Standardtherapie: Isoniazid, Rifampicin, Pyrazinamid und Ethambutol). Die Laboruntersuchungen werden Empfindlichkeitsprüfung oder Resistenztestung genannt und sind wichtig, um möglichst schnell die richtige Therapie zu finden. Durch neue genetische Methoden der Resistenztestung sind die Ergebnisse der Untersuchungen oft schon nach wenigen Tagen verfügbar.
Bei Resistenzen ist die Therapie der Tuberkulose schwieriger und dauert länger, da die am besten wirksame Standardtherapie nicht eingesetzt werden kann. Es müssen dann Medikamente verwendet werden, die schlechter verträglich und weniger wirksam sind. Die Heilungschancen sind nicht so gut wie bei einer Tuberkulose  ohne Resistenzen.

Resistenzen können entstehen, wenn die Medikamentenkombination nicht vollständig, nicht über den empfohlenen Zeitraum oder in der falschen Dosierung eingenommen werden. Die Einnahmevorschriften des behandelnden Arztes sollten daher unbedingt eingehalten werden. Man kann eine resistente Tuberkulose auch bekommen, wenn man sich bei einem Erkrankten ansteckt, der bereits resistente Tuberkuloseerreger aushustet.

Letzte Bearbeitung April 2018.

Interviews mit Experten und Patienten.

In den Videoclips antworten unsere Experten auf häufig gestellte Fragen und Patienten berichten im Videointerview über Ihre Erkrankung.

Was ist Tuberkulose?

Woran erkenne ich, dass ich eine Tuberkulose habe?
Welche Rolle hat das Gesundheitsamt beim Schutz gegen Tuberkulose?
Woher wissen Sie, dass Sie jemanden angesteckt haben?
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