Was ist
Tuberkulose?
Hier finden Sie Informationen über
die Infektionskrankheit Tuberkulose.

Häufig gestellte Fragen zur Tuberkulose. (FAQs)

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PRÄVENTION

DIAGNOSE

BEHANDLUNG

DAS GESUNDHEITSAMT

Prävention

Was muss ich tun, wenn ich Kontakt zu jemandem mit Tuberkulose hatte?

Wenn man Sorge hat, sich angesteckt zu haben, kann man sich bei einem Gesundheitsamt beraten lassen. Nicht alle Menschen mit einer Tuberkuloseerkrankung sind ansteckend. Selbst wenn man Kontakt zu einer ansteckenden Tuberkulose hatte, sind die Intensität und die Dauer des Kontaktes entscheidend dafür, wie hoch das Risiko ist sich angesteckt zu haben. Wird der Kontakt zu einem an Tuberkulose Erkrankten vom Gesundheitsamt als relevant eingeschätzt, werden weitere Untersuchungen veranlasst. Üblicherweise führt das Gesundheitsamt bei jedem ansteckenden Tuberkulosefall in Deutschland eine sogenannte Umgebungsuntersuchung durch, bei der vom Erkrankten alle Kontaktpersonen angegeben werden müssen. Auch hier entscheidet das Gesundheitsamt nach Art und Dauer des Kontaktes, ob eine weitere Untersuchung sinnvoll ist.

Letzte Bearbeitung April 2018.

Kann ich mich bei der Arbeit oder in der U-Bahn anstecken?

In Deutschland ist Tuberkulose eine seltene Erkrankung. Eine Ansteckung in der Öffentlichkeit, wie beispielsweise in der U-Bahn ist unwahrscheinlich und es ist nicht notwendig sich zu schützen. Das Risiko sich mit einer Tuberkulose anzustecken ist bei engem und häufigen Kontakt am Höchsten, wie beispielsweise in der Familie. Falls man einen engeren Kontakt zu einer an ansteckender Tuberkulose erkrankten Person hatte, wird das Gesundheitsamt Sie im Rahmen der sogenannten Umgebungsuntersuchung zu einem Gespräch und einer Untersuchung einladen.

Letzte Bearbeitung April 2018.

Ist Tuberkulose für Kinder gefährlich?

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Kinder haben ein höheres Risiko als Erwachsene, sich an einer Tuberkulose anzustecken und dann auch zu erkranken. Außerdem ist das Risiko schwer zu erkranken bei Kindern höher. Das Immunsystem des Kindes ist weniger entwickelt als das eines Erwachsenen. Daher sollten Kinder sorgfältig geschützt werden, wenn sie in der Umgebung eines Menschen mit ansteckender Tuberkulose leben. Wenn möglich sollte der Kontakt sogar gemieden werden. Sollte es doch zu einem Kontakt gekommen sein, muss das Kind untersucht werden. Für Säuglinge ist das Risiko einer Erkrankung am Höchsten. Schätzungsweise die Hälfte der Säuglinge, die infiziert wurden, erkrankt danach innerhalb von zwei Jahren. Leider sind die typischen Symptome der Erkrankung – Husten, Fieber und Nachtschweiß – bei Kindern weniger ausgeprägt. Dafür treten eher ungewöhnliche Verläufe der Erkrankung auf. Die Lunge, das Gehirn und jedes andere Organ kann betroffen sein. Um zu verhindern, dass nach einem Kontakt eine Erkrankung entsteht, wird bei Kindern unter 5 Jahre eine vorbeugende oder prophylaktische Therapie empfohlen.

Letzte Bearbeitung April 2018.

Gibt es Unterschiede zwischen Kindern und Erwachsenen bei Diagnostik und Therapie?

Ebenso wie bei Erwachsenen sollte eine Röntgenuntersuchung des Brustkorbes (medizinisch: Thorax) durchgeführt werden, wenn der Verdacht auf eine Tuberkulose besteht. Die Strahlung, die dabei entsteht, ist relativ gering und bei einem begründeten Verdacht weniger schädlich für das Kind als eine Lungentuberkulose zu übersehen. Für viele Kinder ist es schwierig, eine Probe ihres Auswurfs für die Laboruntersuchungen auszuhusten. In dem Fall wird ein dünner Schlauch in den Magen geführt, um eine Probe des Magensafts zu gewinnen. Oft werden bei Kindern auch dort keine Bakterien gefunden. Dennoch ist eine Behandlung notwendig, wenn es genügend andere Hinweise auf eine Tuberkuloseerkrankung gibt. Die Medikamente werden wie bei Erwachsenen nach Körpergewicht dosiert, allerdings können sich die Dosierungen von den Erwachsenen unterscheiden. Die Heilungschance ist sehr gut, wenn die Behandlung regelmäßig und vollständig über die gesamte Therapiedauer eingenommen wird. Bei Nebenwirkungen sollte man mit dem behandelnden Arzt sprechen. In der Regel findet sich ein Weg, um die Therapie für das Kind verträglich fortzusetzen.

Letzte Bearbeitung April 2018.

Ist Tuberkulose für Schwangere und Mütter gefährlich?

In der Schwangerschaft kann eine Tuberkulose nicht nur der Mutter, sondern auch dem ungeborenen Kind schaden. Daher muss Tuberkulose auch in der Schwangerschaft behandelt werden. Die Standardmedikamente sind dafür geeignet und wurden schon häufig in Schwangerschaft und Stillzeit angewendet. Die Therapie ist in den meisten Fällen problemlos möglich und sollte nicht zum Abbruch der Schwangerschaft führen. Sollte ein Röntgenbild der Lunge notwendig sein, kann das auch in einer Schwangerschaft durchgeführt werden. Das Baby wird mit einer Bleischürze geschützt und es ist nur eine geringe Strahlendosis erforderlich. In seltenen Fällen kann das Ungeborene und das Neugeborene selbst Tuberkulose bekommen. Um eine Tuberkuloseerkrankung bei seinem Kind zu verhindern, sind bestimmte Schutzmaßnahmen notwendig. Man sollte sich dazu von einem Arzt beraten lassen.

Letzte Bearbeitung April 2018.

Wie wird Tuberkulose übertragen?

Tuberkulosebakterien, die eingeatmet wurden, können sich in der Lunge vermehren. Bei dem Versuch des menschlichen Abwehrsystems, die befallenen Zellen zu zerstören, werden oft auch Teile der Lunge angegriffen. Wenn dabei Hohlräume im Lungengewebe entstehenden nennt man diese Kavernen. Sie sind dann oft im Röntgenbild sichtbar. In diesen Kavernen befinden sich häufig sehr viele Bakterien, die dann für das menschliche Abwehrsystem schwer erreichbar sind. Beim Husten können Bakterien aus den Kavernen oder anderen krankhaft veränderten Lungenanteilen in die Umgebungsluft abgegeben werden. Wenn diese von anderen Menschen eingeatmet werden, können die sich anstecken. Erkrankte sollten deshalb einen chirurgischen Mund-Nasen-Schutz tragen, solange Bakterien im Auswurf nachweisbar sind. Kontaktpersonen können sich mit einer Atemschutzmaske schützen. Nicht jeder Tuberkulosekranke ist allerdings ansteckend. Dies wird durch Untersuchung des Auswurfs festgestellt. Der behandelnde Arzt und das Gesundheitsamt können sagen, ob eine Ansteckungsgefahr besteht.

Letzte Bearbeitung April 2018.

Wie hoch ist das Ansteckungsrisiko?

Die Tuberkulose ist schwer übertragbar. Je enger und je häufiger allerdings der Kontakt zu einem ansteckenden Tuberkuloseerkrankten ist, desto höher ist das Ansteckungsrisiko. Deshalb fragt das Gesundheitsamt im Rahmen der sogenannten Umgebungsuntersuchung auch nach der Dauer und der Art des Kontaktes. Wenn eine ansteckende Tuberkulose wirksam behandelt wird, ist der Erkrankte oft schon nach einigen Wochen nicht mehr ansteckend. Der behandelnde Arzt und das Gesundheitsamt können sagen, ob noch eine Ansteckungsgefahr besteht. In Deutschland ist Tuberkulose sehr selten geworden. Aufgrund dessen ist es sehr unwahrscheinlich,  sich in der Öffentlichkeit (z.B. im Bus oder in der U-Bahn) anzustecken. Eine Übertragung durch Menschen, die mit einem an absteckender Tuberkulose Erkrankten Kontakt hatten und nicht selbst erkrankt sind, ist nicht möglich.

Letzte Bearbeitung April 2018.

Ich hatte beruflich Kontakt zu Tuberkulose – was soll ich tun?

Es wird empfohlen, nach einem beruflichen Kontakt mit einem ansteckenden Tuberkulosepatienten den Betriebsarzt auf eine sogenannte Angebotsvorsorgeuntersuchung anzusprechen. Die Kosten für die Beratung und Untersuchung werden vom Arbeitgeber übernommen. Der Arbeitgeber ist verpflichtet die gegebenenfalls erforderlichen Untersuchungen bei einem Betriebsarzt zu veranlassen. Wird im Rahmen der Untersuchung eine Tuberkuloseerkrankung entdeckt, muss diese an das zuständige Gesundheitsamt gemeldet werden. Auch die Berufsgenossenschaft wird informiert, wenn man vermutet, dass die Ansteckung bei der Arbeit erfolgt ist. Diese überprüft dann, ob es sich um eine Berufserkrankung handelt. Weitere Information zu Tuberkulose im Rahmen der beruflichen Tätigkeit finden Sie auf der Internetseite de Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (Link)

Letzte Bearbeitung April 2018.

Wird im Bereich der Tuberkulose geforscht?

Tuberkulose ist eine Infektionserkrankung, die es schon sehr lange gibt und die Millionen von Menschen weltweit betrifft. Dennoch hat man viele Einzelheiten der Erkrankung noch nicht vollständig verstanden. Wenn man von einer Tuberkulose betroffen ist, kann man helfen die Krankheit besser zu verstehen, indem man an einer Studie teilnimmt. Studien können auch helfen, die Therapie der Tuberkulose zu verbessern.

Letzte Bearbeitung April 2018.

Gibt es eine Impfung gegen Tuberkulose?

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Es gibt eine BCG-Impfung gegen Tuberkulose. BCG steht für Bacillus Calmette-Guérin. Die Impfung enthält abgeschwächte Bakterien, die beim Menschen keine Krankheit verursachen, aber das Immunsystem trainieren sollen. Die Impfung schützt Erwachsene allerdings nicht ausreichend vor an einer Ansteckung oder einer Erkrankung mit Tuberkulose. Bei Säuglingen und kleinen Kindern kann die BCG-Impfung schwere Krankheitsverläufe verhindern. Daher wird sie in Ländern angewendet, in denen Tuberkulose häufig vorkommt. In Deutschland – wie auch in anderen Ländern, in denen Tuberkulose heute selten ist – wird die BCG-Impfung weder für Kinder noch für Erwachsene empfohlen. An der Entwicklung eines neuen und besser wirksamen Impfstoffes wird auch in Deutschland intensiv geforscht.

Letzte Bearbeitung April 2018.

Interviews mit Experten und Patienten.

In den Videoclips antworten unsere Experten auf häufig gestellte Fragen und Patienten berichten im Videointerview über Ihre Erkrankung.

Was ist Tuberkulose?

Woran erkenne ich, dass ich eine Tuberkulose habe?
Welche Rolle hat das Gesundheitsamt beim Schutz gegen Tuberkulose?
Woher wissen Sie, dass Sie jemanden angesteckt haben?
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